Unterkünfte:
Kur- und Tourismus GmbH
Kur- und Tourismus GmbH
Seestraße 56
18374 Ostseeheilbad Zingst
Telefon: 038232-81580
Fax: 038232-81589
e-mail: haus-des-gastes@zingst.de
Internet: www.zingst.de
Praktikantin -Tagebuch
Ich studiere Digitale Medien in Bremerhaven und darf mein 4-monatiges Praktikum im Ostseeheilbad Zingst leisten. Beneidet von den Kommilitonen, denn hier macht man ja Urlaub!
Eine Radtour um Zingst: 15 Kilometer flache Strecke
Gestartet wird am ersten Aussichtspunkt aus Richtung Barth noch vor dem Zingster Ortseingangsschild. Das Wetter ist sehr angenehm, nicht zu heiß, aber es ist auch erst 8 Uhr. Kein Frühstück, da viel zu zeitig, nur für die Tasse Kaffee hat es gereicht.
Etwas verschlafen gleitet mein Blick über den Bodden. Da entdecke ich einen einsamen weißen Segler, dem ich am Deich entlang bis zum Hafen folge. Früh am Morgen ist der Zingster Hafen noch unbesucht, doch einladend genug, die unter Naturschutz stehende Insel Kirr mit ihrer wilden Kuhherde zu betrachten, die schönen Holzboote und Kruses Räucherfisch auf sich wirken zu lassen, um dann weiter zu ziehen.
Am Besucherlenk- und Leitsystem orientiere ich mich für meine Weiterfahrt, die mich zur Ostsee führen soll. Auf dem Deich entlang vorbei am Seglerhafen, an Ferienhäusern und einer
Sportanlage, entdecke ich den nächsten Aussichtspunkt. Etwas versteckt zwischen Gräsern und Bäumen und nur über eine kleine Brücke zu erreichen, bietet dieser Ansitz einen herrlichen Ausblick. Erspäht man in der nebligen Ferne den Kirchturm von Barth, ist es ebenso möglich, Kraniche und auch Wasservögel zu beobachten. Im Herbst sind es vor allem die Kraniche, auf die ich mich am meisten freue. Hier soll man auch Seeadler sichten können. Nun taucht der weiße Segler im Bodden wieder vor mir auf, doch jetzt müssen sich unsere Wege wirklich trennen.
Der Deichweg führt mich übers Festland in Richtung Strand. Die ersten Camper vom Wellness Camp Düne 6 kommen mir vom Aufgang 6 entgegen. Sie waren schon im Meer die erste Runde schwimmen. Vorbei an der Tauch- und Surfschule fahre ich den Hochwasserschutzdeich herauf und erblicke den Sportstrand samt Ostsee. So einen Schnupperkurs Surfen will ich auch noch belegen.
Sport nimmt bei den Urlaubern auf Zingst eine große Rolle ein, denn gerade morgens begegnet man hier Läufern, Radfahrern und Nordic-Walkern. Ich jogge lieber eine Runde. Aber jeder nach seinem gusto. An diesem Morgen ist das Wetter ebenso optimal, Drachen steigen zu lassen, so dass der Strand, zwar zu früh und zu frisch, um von Badegästen besiedelt zu werden, voll von Familien und ihren Windspielen ist. Das erinnert doch einen Jeden an seine Kinderzeit. Obwohl es mir schwer fällt, mich von diesem Spektakel zu lösen, radle ich weiter den Deich entlang Richtung Prerow.
Im Mittelpunkt jeder kulturellen Urlaubsplanung steht das Kurhaus mit seinem umfangreichen Informationsmaterial und dem hilfsbereiten Personal, das ich bald erreiche. Die Seebrücke und das Kurhaus mit seinem Restaurant werden am häufigsten von den Gästenbesucht, denn der herrliche Blick auf das Meer zieht Jeden an. Ich habe mir hier im Kranichshop schon gestern ein Leica-Fernglas ausgeliehen.
Ein paar Hundertmeter weiter gelangt man dann zum Experimentarium. Das X leuchtet weithin und fordert zum Reinkommen auf. Hier erfährt man mit einfachen Experimenten, was man im Physikunterricht partout nicht begreifen konnte. Na, und Workshops am laufenden Band, da wird es für die Kids auch bei schlechtem Wetter nicht langweilig. Mein Magen knurrt jetzt aber doch mächtig Hunger. Im Bistro:So! schnell einen Teller Milchreis mit Erdbeeren gegessen, da hat man wieder genug Energie für das Fahrrad.
Meine Rundtour nähert sich dem Ende - Villa "Ruh"
Am Strandübergang 16 biege ich in den Freesenbruch ein. Vorbei am dort liegenden Campingplatz durch das Waldgebiet, welches mir einige schöne Naturmotive liefert, gelange ich wieder zur Barther Straße, die meinen Ausgangspunkt bildete. Von hier aus starte ich in den Ort. Während die Düfte des Biomarktes auf dem Museumshof mich anlocken und zu einem Besuch des Heimatmuseums animieren, scheinen auch andere Gäste ebenso wie Zingster fasziniert von dem großen Angebot und der vielfältigen Auswahl. Da muss ich unbedingt etwas kosten und für meine Freundin ein Urlaubsmitbringsel erstehen.
Meine Fahrt endet in der Galerie Villa Ruh. Nach gut vier Stunden auf dem Rad und den unzähligen Eindrücken von der Zingster Umgebung, entspanne ich bei dem Betrachten von Fotos professioneller Künstler und dem Durchforsten unzähliger Bildbände und Fotomagazine. Hier fehlt nur noch eine Hängematte. Aber jetzt heißt es alles noch notieren und ein paar Fotos auswählen.
Fazit: ein “harter” Praktikantentag neigt sich dem Ende. Ich habe viel entdeckt und werde meine Kommilitonen animieren, nächstes Jahr einen Ausflug hierher zu unternehmen. Zingst kann ich auf alle Fälle vorzeigen.



